„Schnatfahrt“ zu den neuralgischen Punkten im Portaner Süden
SPD Porta Süd schaut u. a. bei Seitengräben und im Gewerbegebiet genauer hin

Am 31.05.2026 haben sich 14 Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf Einladung der SPD Porta Süd im Süden von Porta Westfalica auf den Weg gemacht, um sich einmal die Punkte genauer anzuschauen, die in den letzten Jahren bzw. heute berechtigten Anlass zur Beschwerde gaben. Da sich das Einzugsgebiet des SPD-Ortsvereins Porta Süd bekanntlich über Holtrup, Vennebeck, Costedt und Möllbergen erstreckt und dieses Gebiet recht weitläufig ist, wurde bereits auf der Jahreshauptversammlung in diesem Jahr entschieden, anstelle eines „Schnatgangs“ eine „Schnatfahrt“ mit dem Planwagen durch die vier Ortsteile zu machen.
„Es gab in der Vergangenheit Probleme, die sich nur mit Hartnäckigkeit und langem Atem bewerkstelligen ließen und bei denen wir uns bei dieser Gelegenheit selbst ein Bild davon machen wollten, was sich hier wirklich verbessert hat“, so der Ortsvereinsvorsitzende Siegfried Linder.
Ein positives Beispiel war hier die Lärmbelästigung der Anwohner des Gewerbegebiets Holtrup durch den An- und Ablieferverkehr der Fa. Frigosped. Anlieger hatten hier im Rahmen der „Schnatfahrt“ nochmal bestätigt, dass die Belastung durch Lärm abgenommen hat, seitdem das sogenannte „Yard-Konzept“ umgesetzt worden ist. Aber einige Probleme beschäftigen weiterhin die Menschen im Süden von Porta Westfalica, so ist die Bauruine des ehemaligen „Radler-Treffs“ nicht nur ein optisches Ärgernis in Holtrup – sondern auch ganz einfach verschenktes Potential für sanften Fahrrad-Tourismus am Weserradweg.
Unter anderem in Möllbergen wiederum gibt es Probleme mit der Pflege der Seitengräben: da diese nicht sorgfältig gepflegt werden, kann bei den in den letzten Jahren immer häufiger auftretenden Starkregen-Ereignissen das überschüssige Regenwasser nicht in den Gräben abgeleitet werden, sondern überschwemmt Straßen und bestellte Felder. Hier setzt sich der Ortsverein mit einem Antrag an die Stadtverwaltung dafür ein, dass die städtischen Straßengräben bis spätestens Herbst diesen Jahres wieder durchgängig gemacht werden sollen.
Ein anderes Ärgernis in Möllbergen ist die Zukunft des Brandskampwegs zwischen Autobahn-Parkplatz und Kiesgrube. Der Eigentümer der Kiesgrube will hier auch diesen Weg abkiesen, was u. a. bei den Anwohnern für Kopfschütteln sorgt, da dies ein beliebter Spazierweg ist.
„Auch, wenn sich die Situation im Gewerbegebiet spürbar verbessert hat, bleibt für uns als Ortsverein Porta Süd genug zu tun, um im Sinne der Bürgerinnen und Bürger in Holtrup, Vennebeck, Costedt und Möllbernen mehr Lebensqualität zu erreichen und die Natur zu erhalten“, fasst Siegfried Linder gegen Ende der „Schnatfahrt“ zusammen.


