Standing Ovations nach knappem Ausgang – die Sozialdemokraten aus Minden, Porta Westfalica und Bad Oeynhausen-Süd haben sich im zweiten Wahlgang nach einer spannenden Auseinandersetzung zwischen zwei Bewerbern auf Augenhöhe um die Landtagskandidatur im Wahlkreis 89 entschieden: Mit 36 zu 33 Stimmen setzte sich Ann-Kristin („Anni“) Hain aus Minden gegen ihren Mitbewerber Dr. Andreas Koldehoff aus Porta Westfalica durch. Bereits im ersten Wahlgang ausgeschieden war zuvor Dr. Jan Thies aus Minden, der im zweiten Wahlgang nicht mehr antrat.

 Die 38jährige Fachpraxislehrerin für Bautechnik an einer Schule in Hannover hatte zuvor in einer kämpferischen, klar strukturierten Rede ihre Schwerpunkte für die Landtagswahl im April 2027 vorgestellt: Bessere Bildung für alle, wirkliche Gleichberechtigung und Gewaltprävention, die Förderung des Handwerks und der Weiterbildung, Unterstützung junger Menschen beim Einstieg ins Berufsleben, der Einsatz für eine lebendige Demokratie und gegen Gewalt an Frauen stehen bei Anni Hain im Mittelpunkt.

Daneben machte sie deutlich, dass sie sich bei der Landtagswahl 2027 in NRW nun erstmalig selbst zur Wahl stellen möchte; nachdem sie in den Vorjahren bei den Wahlkämpfen von Christina Wengund Ali Dogan bereits eine aktive Rolle gespielt habe. Am Ende überzeugte sie die Mehrheit der anwesenden SPD-Delegierten wohl auch mit ihrem abschließenden Appell bzw. Ihrer Ankündigung: „Nun geht es los: Ich habe richtig Bock auf Wahlkampf!“.

Ihr Mitbewerber, der 39jährige Bad Oeynhausener Arzt Dr. Andreas Koldehoff hatte vorab in einer ebenfalls starken Rede betont, dass die örtliche Gesundheitsversorgung, neue Versorgungsmöglichkeiten für unsere PatientInnen, die mentale Gesundheit junger Menschen, der Kampf gegen Einsamkeit und für gesunde Arbeitsbedingungen ebenso auf die Agenda der Landespolitik gehören wie die Perspektiven junger Familien, KiTas, Schul- und Bildungspolitik.

Der SPD-Kreisvorsitzende Micha Heitkamp beglückwünschte die Siegerin des Abends und kündigte trotz der derzeitigen Umfrageergebnisse eine „harte aber immer faire Auseinandersetzung in der Sache“ an: „Ich gehöre nicht zu denen, die aus Prinzip schon alles schlecht finden, was die anderen machen. Bei allen Fragen, die der SPD in NRW wichtig sind, hat sich Herr Wüst für ein klares Gegenmodell entschieden. Daher haben wir allen Grund dafür zu sorgen, das Schwarz-Grün am 25. April nächsten Jahres abgewählt wird“.

Vor ca. 10 Tagen war es soweit: Das erste Kneipenquiz der Mühlenkreis-SPD fand im Mindener BÜZ statt – und es wurde ein unterhaltsamer und geselliger Abend! In lockerer Atmosphäre traten sechs zufällig ausgeloste Teams gegeneinander an, um ihr Allgemeinwissen in den unterschiedlichsten Kategorien unter Beweis zu stellen.

Von Politik und Geschichte über Wissenschaft und Kultur bis hin zu unterhaltsamen Fakten – die Fragen boten für jeden etwas. Am Ende des Abends stand fest: Das Team „Rote Mäus*innen“ hatte die Nase vorn und sicherte sich den Sieg!

Das Kneipenquiz war nicht nur ein Quiz, sondern auch eine großartige Gelegenheit, um sich in geselliger Runde auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen.

Der Minden-Lübbecker Kreistag ist am Montag (10.11.2025) zu seiner konstituierenden Sitzung im Kreishaus in Minden zusammengekommen. Damit beginnt offiziell die neue Wahlperiode für die Kreispolitik im Mühlenkreis.

Im Mittelpunkt der ersten Sitzung der neuen Wahlperiode standen die Verpflichtung der neuen Kreistagsmitglieder durch Landrat Ali Dogan, die Wahl der stellvertretenden Landrät*innen sowie die Bildung der Fachausschüsse und des Kreisausschusses.

Angelika Buttler aus Bad Oeynhausen wurde von den Mitgliedern des Kreistages zur zweiten stellvertretenden Landrätin gewählt. Die SPD Minden-Lübbecke gratuliert ihr herzlich zur Wahl.

Bereits vor der konstituierenden Sitzung kam die neue SPD-Kreistagsfraktion zu einer Vorbesprechung zusammen, um die konstituierende Sitzung vorzubereiten.

Mit großem Engagement und frischem Elan startet die SPD-Fraktion in die neue Wahlperiode. Gemeinsames Ziel ist es, den Mühlenkreis sozial gerecht, nachhaltig und gemeinsam mit den Menschen vor Ort zu gestalten.

Der neue Fraktionsvorstand: Angelika Buttler, Ulrike Grannemann, Thomas Darlath, Birgit Härtel und Ulrich Pock

Thomas Darlath ist der neue Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion: Auf Vorschlag und unter der Leitung des SPD-Kreisvorsitzenden Micha Heitkamp wurde Darlath in der letzten Woche einstimmig in das Amt gewählt.

„Ich bedanke mich für das große Vertrauen und gehe die vor mir liegenden Aufgaben voller Elan und gleichzeitig mit ausgesprochener Demut an“, bedankte sich Darlath für das ihm entgegengebrachte Vertrauen. Und sprach damit zugleich das „große Paar Schuhe“ an, das ihm seine Vorgängerin Birgit Härtel nach elf Jahren als Vorsitzende hinterlässt.

Kreisvorsitzender Micha Heitkamp gratulierte Thomas Darlath und überreichte ihm als Einstiegsgeschenk einen Kompass: „Für einen Fraktionsvorsitzenden ist es bei allem Getöse um ihn herum immer gut zu wissen, wo er sich gerade befindet und wohin die Reise geht“. Auch er bedankte sich bei der anschließend einstimmig als Stellvertretende Vorsitzende gewählten Birgit Härtel, die dies in den letzten Jahren in außergewöhnlicher Weise auch bei Gegenwind immer geschafft hätte.

Bei den weiteren Wahlen wurden – wiederum jeweils einstimmig – Ulrike Grannemann erneut als weitere Stellvertretende Vorsitzende und Kassiererin sowie Angelika Buttler als Schriftführerin und Ulrich Pock als Geschäftsführer der Fraktion gewählt. Neben den Wahlen verabschiedeten die Fraktionsmitglieder eine neue Geschäftsordnung, ließen sich vom SPD- Kreisvorsitzenden über den Stand der Sondierungsgespräche informieren und bereiteten die bevorstehenden Entscheidungen im Kreistag vor.

In der heutigen Sitzung des Haushalts- und Finanzausschusses des Landtags NRW standen die Auswertung der Anhörung sowie die abschließende Beratung und Abstimmung zur 2. Lesung des Landeshaushalts 2025 auf der Tagesordnung. Die SPD-Fraktion stellte 96 Änderungsanträge, die zum Schwerpunkt die Rücknahme der Kürzungen im Sozialbereich hatten.

Alle Proteste, Argumente und auch die Großdemonstration von 32.000 Betroffenen auf den Rheinwiesen in Düsseldorf haben die schwarz-grüne Koalition kaltgelassen: Die Abgeordneten der regierungstragenden Fraktionen haben alle 96 Anträge zur Rücknahme der Kürzungen insbesondere im Sozialbereich abgelehnt. Trotz eines Rekordhaushaltes von über 105 Milliarden Euro und trotz vollgestopfter „Sparstrümpfe“ in den einzelnen Ministerien soll trotzdem bei den Schwächsten gekürzt werden.

Das kann außerhalb der schwarz-grünen Koalition keiner nachvollziehen. Auch deswegen nicht, weil weder von der Landesregierung noch von den sie tragenden Fraktionen auf die SPD-Anträge inhaltlich eingegangen wurde oder Fragen zu politischen Einschätzungen beantwortet wurden.

Das passt zum Verhalten von Schwarz-Grün im Kreisausschuss Minden-Lübbecke: Hier wurde am Montag mal soeben – mit Verweis auf ein „umfassenderes“ 33-Seiten-Papier von Landkreistag/Städte- und Gemeindebund/Städtetag – eine gemeinsame Resolution zur Rücknahme der Landeskürzungen im Sozialbereich abgeschmettert. Zur Erläuterung: Die SPD-Resolution lag Schwarz-Grün seit 12 Tagen vor; Schwarz-Grün hat dann am Tag des Kreisausschusses eine am Donnerstag vor der Sitzung vom Landrat verschickte 33-Seiten umfassende allgemeine Stellungnahme der Kommunalen Spitzenverbände zur Abwehr genau dieser Absicht missbraucht – ohne vorherige Ankündigung.

Das alles kann man nur als blanke Arroganz der Macht bezeichnen. Im Anhang für Sie noch einmal die beabsichtigten Kürzungen und unser Antrag, der im Übrigen von FDP und der FWG mitgetragen und von den nichtabstimmungsberechtigten Linken befürwortet wurde

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Resolution „Rücknahme der geplanten Kürzungen im Sozialbereich“