Karsten Donnecker im Gespräch mit Anwohnern

Am Donnerstag den 18.07.2019 fand im Prinsenhof in Möllbergen „SPD vor Ort“ statt. Neben einer großen Anzahl von Bürgern waren die Ratsmitglieder Kerstin Wehling und Siegfried Linder aus dem SPD Ortsverein, sowie Birgit Härtel als SPD Fraktionsvorsitzende des Kreistages anwesend. Der SPD Stadtverband war vertreten durch Jörg Achilles, Jörg Horstmeier, Rudolf Beyerlein und den Vorsitzenden Karsten Donnecker. 
Wieder einmal ist die Veranstaltung sehr gut besucht. Erwartungsgemäß brennen den Bürgern die Themen rund um das Kraftwerk und die geplante Windkraftanlage besonders unter den Nägeln. Aus diesem Grund fanden auch Bürger aus Vlotho, die durch den Bau der geplanten Windkraftanlage betroffen wären, den Weg nach Möllbergen.

Gerade in diesem Teil der Stadt Porta Westfalica sind die Anwohner schon mehrfach durch Industrie- und Verkehrsanlagen beeinträchtigt. Als erstes wäre hier das stillgelegte Kraftwerk mit seinem noch in Funktion stehenden Umspannwerk zu nennen. Hier fühlen sich die Anwohner völlig im Unklaren gelassen, was auf diesem Gelände nun entstehen wird. Besteht die Möglichkeit einer Biogasanlage auf dem Gelände? Dem Regionalplan und dem daraus entstandenen Flächennutzungsplan zufolge wird genügend Platz für die Nutzung regenerativer Energien ausgewiesen. Eine Biogasanlage wird zwar fast einheitlich von der Politik abgelehnt, ein ungutes Gefühl bleibt jedoch bei den Anwohnern zurück. Auch kursieren Gerüchte, dass auf dem Gelände eine Recyclinganlage für Bauschutt samt Bauschuttbrecher angesiedelt werden soll. Zur aktuellen Lärmbelästigung tragen auch die laufenden Abbrucharbeiten der alten Anlagen bei. Auch hier fragen sich die Anwohner, wie lange sie das noch ertragen sollen und fühlen sich schlecht informiert. Eine weitere Frage der Bürger stellt sich bezüglich des Abrisses der Rauchzüge.

In diesem Teil der Stadt Porta ist die Lärmbelastung durch die nahe Autobahn besonders zu nennen sowie die vielen Überlandleitungen des Umspannwerkes. Diese erzeugen unter bestimmten Wetterbedingungen ein deutlich hörbares und belastendes surrendes Geräusch.

Es ist also nicht verwunderlich, dass die betroffenen Bürger in Bezug auf die geplante Windkraftanlage besonders sensibilisiert sind. Aus diesem Grund wird von den Bürgern auch äußerste Transparenz in allen anstehenden Verfahren gefordert. Angeregt wird eine von der Verwaltung moderierte Bürgerversammlung, in der über die verschiedenen Verfahren und die weiteren Schritte informiert wird, insbesondere jedoch über das Verfahren der geplanten Windkraftanlage.

Es ist den Bürgern anzumerken, dass sie gerade in diesem Stadtteil Porta Westfalicas durch die verschiedenen Belastungen in Folge von Industrie und Infrastruktur und durch deren geplante Veränderungen stark verunsichert sind. Sie möchten besser informiert werden. Es sollen den Anwohnern auch Möglichkeiten geschaffen werden sich öffentlichkeitswirksam zu äußern damit die Probleme dieses Stadtteils auch von der gesamten Öffentlichkeit wahrgenommen werden.

Die anwesenden SPD Kommunalpolitiker werden zu gegebener Zeit im Rat der Stadt einen Antrag auf eine Bürgerversammlung stellen.

Ein weiteres Thema ist Aufhebung der Geschwindigkeitsbegrenzung in der Mühlenstraße. Die Bürger wundern sich, dass in der zum Weserradweg gehörenden Straße die Begrenzung von 50 km/h aufgehoben wurde, die Rechts vor Links Regelungen bleiben jedoch weiter bestehen. Bei Tempo 100 kann das für Rad- wie Autofahrer zum lebensgefährlichen Problem werden. 

Zudem bedeutet diese Aufhebung der Geschwindigkeitsbegrenzung auch wieder eine zusätzliche, erhebliche Lärmbelastung für die Anwohner.

Der Termin „SPD vor Ort“ der SPD Porta Süd fand dieses Mal in der Blockhütte Costedt (Baum- /Holzhauserstrasse) am 14. Juni statt.

Bestimmendes Thema war erwartungsgemäß die Problematik um die Erweite­rung des Logistikzentrums der Firma FrigoSped. Die Anlieger brachten sehr deutlich Ihre Empörung über die Vorgänge dort zum Ausdruck. Verunsicherung bei den Bürgern besteht vor allem im Bezug auf die von Frigosped und den von LKW Verkehren im Gewerbegebiet generell ausgehenden Emissionsbelastun­gen für sie und ihre Familien. Weiter sind für die Bürger die Schulwegsicherung in Holtrup, der Schwerverkehr in Vennebeck sowie der Verkauf einer Wegparzelle in Costedt große Themen.

Die Erweiterung der Firma Frigosped führt in der betroffenen Bürgerschaft zu erheblicher Ablehnung. Die geplanten LKW Stellflächen reichen extrem nahe an die bestehende Wohnbebauung heran. Schon heute leiden die Anwohner unter dem illegalen LKW Verkehr in den Anwohnerstraßen sowie unter der erhebli­chen Belastung durch wild abgestellte LKWs, deren Kühlaggregate dauerhaft vermeidbaren Lärm er­zeugen. Die Verwaltung hatte versprochen in diesem Bereich das Ordnungsamt bes­ser kontrollieren zu las­sen. Das scheint nach Beobachtung der betroffenen Anwohner jedoch nicht stattzufin­den. Die Bürger machen sich erhebliche Sorgen um Ihre Gesundheit: Lärm- und Feinstaubbelastungen sind er­wiesenermaßen gesundheitsschädlich. Aus Sicht der Anwohner sind die Lärm- und Feinstaubbelastungen aufgrund der Nähe zur Autobahn sowieso schon hoch. Zusätzlich zu den schon bestehenden soll nun auch noch der Rangierlärm durch die LKWs hinzukommen. Weiter betrachten die Anwohner aus der Erweiterung entstehende Lichtbelastung mit Sorge. Aufgrund der bisherigen, nicht ausreichend transparenten Vorgehens­weise der Beteiligten sind die Anwoh­ner auch nicht davon überzeugt, das der Schutz vor Lärm durch die vor­gesehenen Schallschutzmaßnahmen ausreichend dimensioniert wurde.

Ein weiteres Thema in Holtrup ist die Schulwegsicherung. Hier wird konkret eine Querungshilfe für die Hol­truper Straße auf Höhe des Eschweges gefordert. Die Kinder der Siedlung Eschweg/Nordweg/Wulfshagen sollen einen sicheren Schulweg bekommen. Um die Bushaltestelle auf Höhe der Holtruper Kirche zu errei­chen müssen Sie die stark befahrene Holtruper Straße überqueren.

Viele Bürger sprachen auch die Verkehrssituati­on mit den starken LKW-Schleichverkehren zu den Abbau­bereichen in Vennebeck an. Hier wur­de extra eine Umgehungsstraße gebaut die je­doch nicht ausrei­chend vom Schwerverkehr ge­nutzt wird. Viele Bürger ver­langen hier ein regulierendes Eingreifen der Ver­waltung.

Im Dorfbereich Costedt wird der Verkauf einer Wegparzelle parallel zu den Teichen in Costedt diskutiert. Die anwesenden Costedter sehen den Verkauf überwiegend kritisch.

Protokoll der Bürgerversammlung vom 10.05.2019 anlässlich der Erweiterung des Logistikunternehmen Frigospeed im Gewerbegebiet Holtrup

 

Ort: Blockhütte in Costedt
Beginn: 18.00 Uhr
Ende 20:00 Uhr

Teilnehmer :

Vorsitzender des SPD Ortsvereins Porta Süd Herr Linder (Sitzungsleiter + Protokollführer)
Stadtratsmitglied Frau Wehling aus Möllbergen
14 Anwohner des Gewerbegebietes aus dem umliegenden Straßen der Ortschaft Holtrup

Besprechungspunkte

1. Zu Beginn der Versammlung stellt Herr Linder die zukünftigen Bauabsichten des Logistikunternehmens Frigospeed dar. Hierbei ist die Absicht des Unternehmens im südlichen Bereich ca. 40 weitere Abstellplätze für Lkw zu schaffen.

2. Danach entstand eine rege Diskussion durch die Anwohner zu dem Thema. Hierbei wurden nachfolgende Themen im Schwerpunkt diskutiert :

  • fehlende Informationspflicht der Stadtverwaltung
  • ein weiterer Autohof in Holtrup
  • keine Umsetzung der bereits angeordneten Lärmschutz und Baumaßnahmen seitens des Unternehmens (Bauabschnitte 1 und 2)
  • Änderung des Bebauungsplanes und Umwandlung von Teilbereichen der Straße im Twellsiek in ein Mischgebiet
  • Rechtmäßigkeit der Baumaßnahme
  • Genehmigung eines 24-Stunden-Betriebes seitens der Stadtverwaltung
  • nicht umgesetztes Verkehrsgutachten zum Gewerbegebiet Holtrup von 2016
  • fehlerhaftes neues Lärmschutzgutachten von 2019
  • Höhe und Ausweitung der Lärmschutzmaßnahmen
  • Zuparken der Südstraße mit Lkws gerade auch am Wochenende (dadurch Versperrung von Rettungswegen und erhöhte Lärmbelastung)

3. Durch alle Anwohner wurde beschlossen einen gemeinsamen Forderungs- und Fragenkatalog zu erarbeiten, der dann durch einen Teilnehmer im Rahmen der APU-Sitzung im Rathaus am 13.05.2019 vorgetragen und übergeben wird.

Siegfried Linder

Der SPD Ortsverein Porta Süd traf sich zur Jahreshauptversammlung in Costedt.

Auf ein anspruchsvolles Jahr 2018 blickte Siegfried Linder, 1. Vorsitzender des SPD-Ortsverein Porta Süd, in seinem Rechenschaftsbericht zurück. Neben der Wahl des Kassenprüfer standen auch lokalpolitische Themen auf der Tagesordnung der gut besuchten Versammlung in der Vereinshütte in Costedt.

Der Ortsvereinsvorsitzende und Ratsmitglied Siegfried Linder bezog dabei nach seiner Begrüßung auch Stellung zu lokalpolitischen Themen für die Ortsteile, für die der Ortsverein Porta Süd mit den Bereichen Costedt, Holtrup, Vennebeck und Möllbergen zuständig ist.

Ein Ärgernis aus Linders Sicht ist dabei die verkehrliche Belastung im Bereich des Gewerbegebiet Holtrup „Ich halte das weiterhin für unzumutbar„ sagt Linder, der sich weiterhin mit seinen Genossen aus dem Ortsverein für eine Besserung der Situation einsetzen wird. Bei einer vom Ortsverein organisierten Bürgerversammlung in Costedt klagten Anwohner auch über weitere Missstände : Dazu gehören der Lärm, fehlende Fahrbahnmarkierungen in der Südstraße sowie überflüssige LKW Fehlfahrten in den Straßen Twellsiek und Im Twellsiek. „ Aus Sicht des Ortsverein ist es nicht länger vertretbar, dass sich die Umsetzung einiger Projekte derart lange hinzieht. Wir fragen uns, wo die Ergebnisse bleiben“, sagt Linder. Der Ortsverein wird sich diesbezüglich weiterhin für die Belange der Anwohner einsetzen. Bei einer weiteren Bürgerversammlung zum Thema Windkraftanlage in Möllbergen konnte auf Bestreben des Ortsvereins und dem Engagement von Linder und der 2. Vorsitzenden Kerstin Wehling ein Teilerfolg erzielt werden. Ein aktuelles Thema bleibt hier die Entwicklung Am Bramskampweg, der zu Gunsten einer Kiesgrubenerweiterung in Teilen wegfallen soll.

Die finanzielle Entwicklung des SPD-Ortsvereins legte Claus Jahnke offen. Keine Einwände kamen dazu von den Kassenprüfern Doris Brown und Hartmut Ottensmeier. Zum neuen Kassenprüfer gewählt wurde für die ausscheidende Doris Brown, Thomas Backhaus.

Bekannt ist der SPD Ortsverein Porta Süd für seine traditionellen Veranstaltungen, die von den Bürgerinnen und Bürgern gerne angenommen werden. Dazu gehört der Skat und Knobelabend, der insbesondere den jüngeren Generationen sehr großen Anklang findet. Große Dankbarkeit entgegengebracht wird dem SPD-Ortsverein Porta Süd bei der Durchführung der Adventsfeier, die zum Ende des vergangenen Jahres vom bekannten Duo „Sunshine Melody unterstützt wurde.

Die Agenda des Ortsvereins hat in diesem Jahr auch einiges zu bieten. So möchten sich im ersten Halbjahr 2019 die Ratskandidaten für den Ortsteil Möllbergen Kerstin Wehling am 19. Juli 2019 in Möllbergen und für die Ortsteile Holtrup, Vennbeck und Costedt Siegfried Linder am 14. Juni 2019 in Costedt SPD- vor Ort in einer öffentlichen Veranstaltungen vorstellen.

Weitere Termine sind :

23. März Dämmerschoppen mit Angrillen

26. Juni Mitgliederversammlung

07. September Öffentliche Veranstaltung

19. Oktober Öffentliche Veranstaltung

15. November Skat und Knobeln

14. Dezember Adventsfeier