Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Porta Westfalica hat die hauptamtliche Feuer- und Rettungswache in Hausberge besucht. Gemeinsam mit der Wehrführung nutzten die Fraktionsmitglieder die Gelegenheit, sich vor Ort ein Bild von der Arbeit der Feuerwehr und den aktuellen Herausforderungen im Alltag der Einsatzkräfte zu machen.

Im Rahmen einer ausführlichen Führung durch das Dienstgebäude wurden der Fraktion die verschiedenen Bereiche vorgestellt. Dabei erhielten die Fraktionsmitglieder Einblicke in die Abläufe des Einsatzdienstes, die vorhandene Ausstattung sowie in die organisatorischen und räumlichen Strukturen der Wache.

Im persönlichen Austausch mit der Wehrführung wurde deutlich, welche Anforderungen und Herausforderungen Feuerwehr und Rettungsdienst aktuell bewältigen müssen. Für die Fraktionsmitglieder war der Termin eine wichtige Möglichkeit, sich direkt vor Ort zu informieren.

Hintergrund des Besuchs ist eine Machbarkeitsstudie der Feuerwehr zum Neubau einer Feuer- und Rettungswache, deren Kosten derzeit auf etwa 35 bis 50 Millionen Euro geschätzt werden.

„Solche Besuche sind für unsere politische Arbeit sehr wertvoll. Viele Themen lassen sich deutlich besser nachvollziehen, wenn man sie vor Ort sieht und mit den Verantwortlichen ins Gespräch kommt“, so das Fazit des Fraktionsvorsitzenden Dirk Rahnenführer.

Für die anwesenden Fraktionsmitglieder wurde jedoch auch deutlich, dass ein Neubau in dieser Größenordnung angesichts der aktuellen Finanzlage der Stadt derzeit nur schwer darstellbar wäre. Gleichzeitig besteht Einigkeit darüber, dass insbesondere beim Arbeitsschutz sowie bei der Ausgestaltung der Arbeitsplätze für das Wachpersonal Verbesserungen notwendig sind.

Die SPD-Fraktion bedankte sich bei der Wehrführung sowie den Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr und des Rettungsdienstes für den offenen Austausch und ihren täglichen Einsatz für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger in Porta Westfalica.

Wie wichtig dieser Einsatz ist, zeigte sich unmittelbar nach dem Besuch: Punktgenau mit dem Ende der Führung wurde die Feuerwehr zu einem Brandeinsatz alarmiert.

Siegfried „Ringo“ Linder, Dirk Rahnenführer und Reinhard Geffert

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde hat die SPD-Fraktion Porta Westfalica mehrere langjährige Mitglieder aus ihrer aktiven Fraktionsarbeit verabschiedet. Der Abend stand ganz im Zeichen des Dankes, der Anerkennung und des gemeinsamen Rückblicks auf viele Jahre engagierter kommunalpolitischer Arbeit für unsere Stadt.

In seiner Laudatio würdigte unser Fraktionsvorsitzender Dirk Rahnenführer insbesondere das herausragende Engagement von Siegfried „Ringo“ Linder und Reinhard Geffert, die persönlich anwesend waren. Beide haben über viele Jahre hinweg die Arbeit der Fraktion mit großem Einsatz, Verlässlichkeit und klarer Haltung geprägt. Ihr Wirken für Porta Westfalica und die konstruktive Zusammenarbeit innerhalb der Fraktion verdienen höchste Anerkennung.

Ebenso verabschiedet wurden Kerstin Wehling, Gunnar Kullik, Killian Schmeding und Dagmar Feldkötter, die an diesem Abend leider nicht persönlich teilnehmen konnten. Auch ihnen gilt unser herzlicher Dank für ihre Ideen, ihre Zeit und ihr kontinuierliches Engagement in der Kommunalpolitik. Sie alle haben Verantwortung übernommen und aktiv an der positiven Entwicklung unserer Stadt mitgewirkt.

Als Zeichen der Wertschätzung überreichte die Fraktion das Buch „Außer Dienst“ von Helmut Schmidt. Die politischen Erinnerungen des Altbundeskanzlers stehen sinnbildlich für Haltung, Verantwortungsbewusstsein und die Bereitschaft, sich in den Dienst der Gemeinschaft zu stellen – Werte, die auch unsere verabschiedeten Mitglieder in ihrer Arbeit gelebt haben.

In geselliger Runde bei Pizza und Getränken klönten alte und neue Fraktionsmitglieder anschließend noch gemeinsam, tauschten Erinnerungen aus und blickten zugleich nach vorne. Der Abend machte deutlich: Politisches Engagement endet nicht mit dem Ausscheiden aus der Fraktion – die Verbundenheit bleibt.

Als SPD Porta Westfalica stehen wir zu einer verantwortungsbewussten, transparenten und demokratischen Kommunalpolitik. Deshalb haben wir – gemeinsam mit der CDU – bewusst entschieden, die Vorsitzenden im Bau- sowie im Planungs-, Umwelt- und Klimaschutzausschuss zu übernehmen.

Warum?
Weil dort in den nächsten Jahren die entscheidenden Weichen für die Zukunft unserer Stadt gestellt werden.

Warum wir diese Ausschüsse gewählt haben:
Die großen Schulbauprojekte, die früher teilweise im Bildungsausschuss lagen, gehören jetzt vollständig in den Bauausschuss. Genau dort wird künftig über hohe zweistellige Millioneninvestitionen entschieden

· Sanierung und Neubau unserer Grundschulen

· Infrastruktur wie Straßen, Porta-Bad, Weserbrücke

· Modernisierung von Feuerwachen und Sporthallen

Für uns als SPD war klar: Wer Verantwortung für unsere Stadt übernehmen will, muss dort präsent sein, wo die entscheidenden Zukunftsfragen behandelt werden.

Der Planungsausschuss wurde zusätzlich um Stadtentwicklung und Klimaschutz erweitert – inklusive des Budgets für erneuerbare Energien. Deshalb war es uns besonders wichtig, diesen zentralen Ausschussvorsitz zu übernehmen, um die nachhaltige Entwicklung Porta Westfalicas aktiv zu gestalten.

Zum Losverfahren: Demokratie funktioniert – auch wenn’s schwerfällt

Dass die AfD aufgrund ihres Wahlergebnisses formal das Recht auf den dritten Zugriff bei Ausschussvorsitzenden hatte, ist keine politische Entscheidung, sondern eine zwingende Folge demokratischer Regeln. Wenn mehrere Fraktionen denselben Anspruch haben, schreibt die Gemeindeordnung NRW ein Losverfahren vor.

Eines ist dabei unmissverständlich:
Ein Ausschussvorsitz bedeutet keine politische Zusammenarbeit.
Alle Vorsitzenden – egal welcher Fraktion – sind rechtlich zur unparteiischen Sitzungsleitung verpflichtet.

Die Brandmauer steht. Und sie bleibt stehen.
wir als SPD Porta Westfalica haben zu keinem Zeitpunkt mit der AfD zusammengearbeitet – und wir werden es auch künftig nicht tun.
Genauso wenig gibt es Kooperationen mit anderen Parteien, zu denen klare Unvereinbarkeitsbeschlüsse bestehen.

Wie wir mit der AfD umgehen
Wir akzeptieren demokratische Verfahren – auch wenn sie zu unbequemen Ergebnissen führen.
Aber für uns ist genauso klar:
Es wird keine gemeinsamen Initiativen, keine Absprachen und keine Kooperationen mit der AfD geben.

Wir konzentrieren uns weiter darauf, konstruktiv, verlässlich und im Interesse aller Bürgerinnen und Bürger für Porta Westfalica zu arbeiten. Unsere demokratischen Werte sind für uns nicht verhandelbar.

Nach der Kommunalwahl am 14. September hat sich die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Porta Westfalica mit insgesamt 10 Ratsmitgliedern konstituiert. In der ersten Sitzung wurde Dirk Rahnenführer einstimmig zum Vorsitzenden der Fraktion gewählt. Unterstützt wird er von den beiden stellvertretenden Vorsitzenden Thomas Wehking und Fritz-Günter Vogt.

Zum Geschäftsführer der Fraktion wurde Jan Frohwitter bestimmt. Anne Kuhlmann übernimmt die Protokollführung, während Reinhard Fromme als Kassierer gewählt wurde.

Die SPD-Fraktion blickt geschlossen und motiviert auf die kommende Wahlperiode und will sich mit ihren zehn Mitgliedern weiterhin für eine soziale, nachhaltige und zukunftsorientierte Politik in Porta Westfalica einsetzen.

Am 14. September haben die Bürger*innen von Porta Westfalica bei der Kommunalwahl NRW einen neuen Stadtrat gewählt.

Die SPD-Fraktion setzt sich für die kommende Wahlperiode wie folgt zusammen:

  • Ratsmitglied
  • Jörg Horstmeier
  • Volker Brockmeier
  • Carsten Bulmahn
  • Jörg Achilles
  • Thomas Wehking
  • Rainer Besser
  • Friedrich Martin Schmeding
  • Thomas Edler
  • Fritz-Günter Vogt
  • Dirk Rahnenführer
  • Wahlbezirk
  • Barkhausen-Nord (WB 2)
  • Neu-Lerbeck (WB 4)
  • Neesen-Lerbeck (WB 5)
  • Nammen (WB 6)
  • Wülpke / Kleinenbremen-West (WB 7)
  • Kleinenbremen (WB 8)
  • Eisbergen-West (WB 10)
  • Möllbergen/Vennebecker B. (WB 12)
  • Holtrup / Vennebeck / Costedt (WB 13)
  • Barkhausen-Süd (WB 1)

Foto: Alexas_Fotos/pixabay.com

Am vergangenen Montag (05.05.2025) hat der Portaner Stadtrat abschließend den Haushalt der Stadt beraten und beschlossen. Erstmalig in der Geschichte der Stadt stand ein Doppelhaushalt für 2025 und 2026 zur Verabschiedung.

In seiner Haushaltsrede machte der SPD-Fraktionsvorsitzende Dirk Rahnenführer deutlich, dass die SPD-Fraktion den Beschluss eines Doppelhaushaltes in der aktuellen Lage nicht für zustimmungsfähig hält und diesen ablehnt:

Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin,
sehr geehrte Damen und Herren des Rates,
verehrte Gäste,

erstmals in der Geschichte unserer Stadt verabschieden wir einen Haushalt für zwei Jahre. Einen sogenannten Doppelhaushalt mit einem historischen Defizit für das Jahr 2025 von ca. 15,7 Mio. € und mit einem Verlust für das Jahr 2026 von ca. 6,3 Mio. €.

Die SPD-Fraktion hat schon früh erklärt, dass wir einen Doppelhaushalt in diesen volatilen Zeiten und bei diesen geplanten Defiziten für nicht zustimmungsfähig halten. Wir sehen es als undemokratisch an, einem neuen Rat, der sich im November dieses Jahres konstituieren wird, die Hoheit über den Haushalt zu nehmen, und hier Fakten zu schaffen, die ein neu gewählter Rat nur schwer wieder verändern kann.

Darüber hinaus sehen wir wenig echten Willen zu Einsparungen bei diesem Rat. Anstatt dem Antrag von SPD und FDP zum globalen Minderaufwand zuzustimmen, und der Verwaltung ein klares Sparsignal zu senden, nämlich 2% bei den ordentlichen Aufwendungen einzusparen (max. 2,5 Mio. €), wird hier das hohe Klagelied auf die chronisch unterfinanzierten Kommunen gesungen, und die Schuld lieber auf der Ebene von EU/ Bund/ Land oder Kreis gesucht, sowie die Haushalts-Rettung per strategischer Haushaltsführung beantragt.

Wir meinen, dies ist zu kurz gesprungen! Aus der Erfahrung des Stärkungspaktes Stadtfinanzen, in dem die Verwaltung, SPD und Grüne nicht nur seit dem Jahr 2012 über 120 Mio. € Schulden abgebaut haben, sondern wir auch zum Ende letzten Jahres noch eine Ausgleichs-Rücklage von ca. 47 Mio. € vorweisen konnten, können wir dem Rat nur dringend empfehlen, hier endlich die eigenen Hausaufgaben zu erledigen.

Wir sollten nicht das Eine tun und das Andere lassen, sondern vielmehr versuchen, erst einmal vor der eigenen Tür zu kehren. Zugegeben, das ist ein schwieriger Weg, aber es sind die kleinen Schritte, die zum Erfolg führen. Es wird nicht den großen Wurf geben.

Es gibt aus unserer Sicht keine Alternative zum wiederholt harten Sparkurs. Alles andere wird in einer drastischen Steuererhöhung enden, sobald das angesparte Guthaben aufgezehrt sein wird. Wir vermissen konstruktive und kurzfristige Sparvorschläge der anderen Ratsfraktionen.

Ein Dankeschön geht an dieser Stelle an die Verwaltung, die nun endlich eine Liste zur Beratung in der Klausurtagung des HFA vorgelegt hat.

Leider sind weitere kleine Schritte noch nicht umgesetzt, wie zum Beispiel die erneute Zählung der Hunde in unserer Stadt, um hier mehr Steuergerechtigkeit zu erlangen. Auch dieses mahnen wir schon seit längerer Zeit an.

Sorge bereitet uns auch die allgemeine Kreisumlage, deren geplante Erhöhung um 5 Prozent-Punkte in der Mittelfristplanung noch gar nicht eingerechnet wurde. Im Jar 2023 wurde die Umlage noch mit 21,3 Mio. € geplant. Für das Jahr 2026 planen wir 27,6 Mio. € ein. Darin sind die Kosten für die Neubauten und die Defizite der MKK noch nicht enthalten. Das muss uns allen Sorge bereiten.

Völliges Unverständnis bereitet uns einmal wieder die Investitionsplanung für die nächsten zwei Jahre. Schon 2024 haben wir wegen der Planlosigkeit bei den Investitionen den Haushalt abgelehnt. Hier erkennen wir an, dass der neue Fachbereichsleiter erst Fahrt aufnehmen muss und die ersten 100 Tage hinter sich bringen sollte. Dennoch verstehen wir nicht, wie man für das Jahr 2026 Rekordinvestitionen von 34,1 Mio. € einplanen kann, wohlwissend, dass man in den letzten Jahren nur 6 – 9 Mio. € pro Jahr verbaut hat. Wie soll das gehen?

Ebenfalls erkennen wir die Bemühungen der Bürgermeisterin und des 1. Beigeordneten an, die ausufernden Personalkostensteigerungen ihrer Vorgängerin zu stoppen und auf das Nötigste zu reduzieren. Hier würden wir uns zukünftig wünschen, dass die Bedarfe aus den Fachbereichen zuerst verwaltungsseitig genau analysiert werden, bevor sie in Beschlussvorlagen für den HFA niedergeschrieben werden.

Trotz hoher Gewerbesteuereinnahmen von rund 30 Mio. € soll die Kreditaufnahme planmäßig um ca. 5 Mio. € in den nächsten beiden Jahren, ansteigen. Die angesparte Rücklage soll von ca. 47 Mio. € auf 25,2 Mio. € im Jahr 2026 fallen. Wie Sie an diesen Zahlen erkennen können, leben wir von unserer Substanz und das wird so nicht lange gut gehen!

Es gibt für uns leider mehr Gründe für die Ablehnung als für die Zustimmung zum Doppelhaushalt. Die wichtigsten Punkte dazu habe ich Ihnen gerade aufgezeigt.

Die SPD-Fraktion lehnt die Haushalte für das Jahr 2025 und für das Jahr 2026 somit ab.

Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit und hoffe auf weiterhin gute Zusammenarbeit!

Vielen Dank!

„Gut Ding will Weile haben“. Dieses Sprichwort gilt offensichtlich auch für das Projekt „Kaiserhof“. Seit selbiger vor mehr als 10 Jahren teilweise abbrannte sind viele Sitzungen und Präsentationen ins Land gegangen – bisher ergebnislos. Als Begründung nannte Architekt J. Albersmeier in der letzten Sitzung des Bezirksausschusses Barkhausen, „dass wirtschaftliche Zwänge zu beachten sind“.

Er stellte dort auf Antrag der SPD-Fraktion die neuste Planungs-Fassung vor und erläuterte, dass aus dem Bestandsgebäude ein Pflegehotel (ambulante Reha), eine Praxis sowie ein Restaurant wird und in der Waldrand nahen Riegelbebauung „Wohnen in Kombination mit Pflege“ angeboten werden wird. Dabei ist im Durchführungsvertrag geregelt, dass dabei das „Kaiserhof-Gebäude“ vorab fertiggestellt sein muss. Herr Albersmeier berichtete zudem, dass die Erstellung des Bauantrages aktuell in Arbeit ist und eine neue regelkonforme Stellplatzberechnung ebenso geregelt ist wie auch die Unterbringung eines städtischen Informationspunktes.

Auf der Basis der Bezirksausschusssitzung fand dann Anfang Februar wieder einmal eine finale Beschlussfassung im Ausschuss für Planung und Umwelt statt. Hier wurde aus der SPD-Fraktion positiv zur Kenntnis genommen, dass die Aufnahme der KZ-Vergangenheit im Durchführungsvertrag nunmehr klar geregelt ist. So wird beim 1. Teil der Bauarbeiten ein archäologisches Team anwesend sein. Und es wird eine enge Abstimmung mit dem Portaner KZ-Gedenkverein und dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe erfolgen über eine im Bauvorhaben integrierte Information zur Historie. 

Bekanntlich war auf dem Areal Kaiserhof 1944/45 ein Außenlager des KZ Neuengamme untergebracht, in dem bis zu 1500 KZ-Häftlinge aus 17 Nationen auf engstem Raum unter katastrophalen Bedingungen interniert waren. Vor der endgültigen Beschlussfassung fand dann noch ein reger Austausch unter den Ausschussmitgliedern statt, bei dem auch konstatiert wurde, dass durch die aktuelle Pflegehotel-Planung zwar kein Tourismus gefördert wird, aber der Kaiserhof dann wieder „positiv“ erlebt werden wird. Und so stimmte der Ausschuss einstimmig mal wieder einem geplanten Bauvorhaben „Kaiserhof“ zu in der Hoffnung auf einen baldigen Baubeginn.

Verärgerung und Unverständnis bei CDU, SPD, Grünen und FDP

Die Fraktionsvorsitzenden Kurt Baberske (CDU), Dirk Rahnenführer (SPD), Marc Weber (Bündnis 90/Die Grünen), Cornelia Müller-Dieker (FDP), sind sich einig, dass an vielen Stellen der Rotstift angesetzt werden muss. Dafür haben alle Fraktionen in Kürze ihre Haushaltsklausuren. Die Verwaltung hat hierfür eine Liste der freiwilligen Leistungen erstellt und es den Fraktionen zukommen lassen. Außerdem hat die Bürgermeisterin, Anke Grotjohann, den Fraktionsvorsitzenden, auch Herrn Lehmann von der WP, eine erste Liste der Stellenbedarfe erläutert. Klar war hier allen, dass diese nur ein Diskussionspapier ist und als Maximalanforderung der Sachgebiete zu verstehen ist.

Es geht nun darum, dass Politik gemeinsam mit der Verwaltung tragbare Lösungen zur Bewältigung der aktuellen Haushaltssituation erarbeitet.

Bei dem hohen Defizit von über 14 Millionen Euro ist uns klar, dass es keine Tabus geben darf. Diese Aussage der Bürgermeisterin ist völlig richtig und man sollte sie nicht wie die WP als Allgemeinfloskel einfach abtun. Es wird in den Haushaltsplanberatungen über viele große Infrastrukturmaßnahmen zu reden sein. Stellvertretend seien hier nur die Baumaßnahmen an den Grundschulen, die Sanierung des Porta Bades und der der Eisberger Brücke genannt. Nicht zu vergessen das Projekt „Hauptwache der Feuerwehr“.

Die vier Fraktionen sind hier im Austausch und auf der Suche nach Einsparpotentialen.

Die Wählergemeinschaft erhebt den Vorwurf der „Strategieblindheit“. Dabei ist die WP immer die Fraktion, die bereit ist, höhere finanzielle Forderungen ohne Finanzkompensationen zu stellen. Stellvertretend sei hier der Neubau der Grundschule Lerbeck genannt und die damit verbundenen großen, zeitlichen Verzögerungen.

Der Fraktionsvorsitzende Dietmar Lehmann fordert lediglich zur Lösung eine interfraktionelle Arbeitsgruppe und von der Verwaltung konkrete Sparmaßnahmen. Er fragt in der Überschrift der Pressemitteilung „Woran sparen?“. Scheinbar hat die WP keine eigenen Sparvorschläge.

SPD-Fraktion besucht Ausstellung „Am Ende des Tunnels kein Licht“ – Erinnern an die Opfer des KZ-Außenlagers in Porta Westfalica

Nachdem die SPD-Fraktion im Juni die Untertageverlagerung Dachs I besucht hat, war die Genossinen und Genossen vergangen Freitag in der eindrucksvollen Ausstellung „Am Ende des Tunnels kein Licht“ in Barkhausen zu Gast, die sich intensiv mit den persönlichen Schicksalen im KZ-Außenlagers auseinandersetzt. Die Ausstellung, die zum Teil auf Stelen zum Teil in einem Multimedia Container zu sehen ist, stellt die grausamen Bedingungen dar, unter denen Tausende Zwangsarbeiter und Häftlinge während des Zweiten Weltkriegs litten.

Während des Besuchs der Ausstellung betonten die Vertreter der SPD die Wichtigkeit des Gedenkens an diese dunkle Seite der Geschichte und die Notwendigkeit, die Erinnerung an die Opfer wachzuhalten. Besonders bewegend ist die Art und Weise, wie die Ausstellung das Schicksal einzelner Häftlinge in den Vordergrund stellt. Anhand von persönlichen Gegenständen, Briefen, Fotos und Zeitzeugenberichten wird das Leben der Menschen, die in den Stollen und Produktionsstätten der Region inhaftiert waren, greifbar.

Das KZ-Außenlager Porta Westfalica war Teil des Konzentrationslagers Neuengamme und diente der Ausbeutung von Zwangsarbeitern für die Rüstungsindustrie. Unter extremen Bedingungen, in den engen und dunklen Stollen des Jakobsbergs und der Umgebung, wurden die Häftlinge zur Arbeit gezwungen. Viele von ihnen überlebten die unmenschliche Behandlung, den Hunger und die Krankheiten nicht.

Die Ausstellung zeigt auf erschütternde Weise, dass die Häftlinge keine Aussicht auf Rettung hatten – sie lebten und starben in den Tunneln, fernab von Hoffnung oder einem Ende des Krieges. Die Darstellung dieses Leids wird in der Ausstellung eindringlich durch das Zitat „Am Ende des Tunnels kein Licht“ zusammengefasst.

Besonders beeindruckt zeigte sich die SPD-Fraktion von der detaillierten Aufarbeitung der Schicksale einzelner Häftlinge. Es sind Erinnerungen an Menschen, deren Geschichten oft in den Archiven der Geschichte verschwunden sind.

Für die SPD-Fraktion war der Besuch ein emotionales Erlebnis. Fraktionsvorsitzender Dirk Rahnenführer betonte: „Wir müssen uns daran erinnern, dass hinter den historischen Zahlen menschliche Schicksale stehen. Es ist unsere Verantwortung, diese Geschichten zu erzählen und sicherzustellen, dass sich solche Verbrechen nie wiederholen.“

Neben dem Gedenken an die Opfer stellten die Fraktionsmitgliedern die Bedeutung solcher Ausstellungen für die politische Bildung und die zukünftige Generation heraus. Die Beschäftigung mit der Vergangenheit sei nicht nur ein Mittel der Erinnerung, sondern auch eine Mahnung, die Errungenschaften der Demokratie und der Menschenrechte zu verteidigen.

„Es ist wichtig, dass wir Orte wie diese erhalten und ihre Geschichten weitertragen. Nur so können wir aus der Vergangenheit lernen und für eine gerechtere und menschlichere Zukunft sorgen“, erklärte der stellvertretende Bürgermeister Friedrich Schmeding.

Die Ausstellung „Am Ende des Tunnels kein Licht“ erinnert eindrücklich daran, dass es die Geschichten der Einzelnen sind, die das ganze Ausmaß der Grausamkeit des NS-Regimes greifbar machen. Solche Orte des Gedenkens sind von unschätzbarem Wert – nicht nur für die Region, sondern für die gesamte Gesellschaft.

Der Besuch der SPD-Fraktion in der Ausstellung in Barkhausen war nicht nur ein Akt des Erinnerns, sondern auch eine Aufforderung, sich aktiv mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen. Gerade in Zeiten, in denen rechte Ideologien wieder erstarken, ist es von zentraler Bedeutung, die Gräueltaten der Nationalsozialisten in das kollektive Gedächtnis einzuschreiben und gegen jede Form von Hass und Ausgrenzung einzutreten.

Die Ausstellung „Am Ende des Tunnels kein Licht“ bleibt ein wichtiges Mahnmal für die Unmenschlichkeit des Krieges und die Notwendigkeit, für Freiheit und Menschenrechte einzustehen.

Traditionell nutzt die SPD-Fraktion die politische Sommerpause, um Unternehmen oder kulturelle Einrichtungen zu besuchen. Am 24. Juli besuchte die SPD-Fraktion die historische Untertageverlagerung Dachs I hier in Porta Westfalica. Ziel des Besuchs war es, sich ein Bild von der Geschichte und der aktuellen Bedeutung dieser einzigartigen Anlage zu machen.

Die Untertageverlagerung Dachs I ist ein historisches Relikt aus dem Zweiten Weltkrieg. Die unterirdischen Anlagen wurden in den 1940er Jahren in den Jakobsberg getrieben, um kriegswichtige Produktionsstätten vor Luftangriffen zu schützen. Heute gilt Dachs I als wichtiger Erinnerungsort, der an die dunkle Vergangenheit des Zweiten Weltkriegs und die unmenschlichen Arbeitsbedingungen der Zwangsarbeiter erinnert.

Der Besuch begann mit einer Führung durch die weitläufigen Stollen und Hallen der Anlage. Die Genossinnen und Genossen zeigten sich beeindruckt von der Größe und Komplexität des Systems. Historiker und Geschäftsführer des Vereins „KZ-Gedenk- und Dokumentationsstätte Porta Westfalica e.V.“ Thomas Lange erläuterte die Geschichte der Untertageverlagerung und die Herausforderungen, vor denen die Zwangsarbeiter damals standen.

Im Anschluss an die Führung fand eine kurze Diskussionsrunde statt, in der die SPD-Fraktion die Wichtigkeit, Dachs I als Gedenkstätte zu erhalten und die Bildungsarbeit vor Ort auszubauen betonte.

Fraktionsvorsitzender Dirk Rahnenführer äußerte sich nach dem Besuch: „Nachdem das Thema der kommunalen Unterstützung sowohl bei uns in der Fraktion als auch im Rat kontrovers diskutiert worden ist, war es uns wichtig uns selbst ein Bild hier vor Ort zu machen. Dachs I ist ein Ort von großer historischer Bedeutung. Es ist unsere Verantwortung, das Gedenken an die Vergangenheit zu bewahren und zukünftigen Generationen zugänglich zu machen.“

Ratsmitglied Jan Frohwitter fügte hinzu: „Die Verbindung von Geschichte und Bildung bietet viele Chancen. Wir sollten darüber nachdenken, wie wir junge Menschen für die Geschichte sensibilisieren und gleichzeitig den regionalen Tourismus stärken können.“

Der Besuch der SPD-Fraktion in der Untertageverlagerung Dachs I war ein wichtiger Schritt, um die Diskussion über diesen historischen Ort wach zu halten. Die Fraktion sieht in der Verbindung von Gedenken und Bildung eine große Chance und wird sich weiterhin für den Erhalt und die sinnvolle Nutzung der Anlage einsetzen.