Die Zukunft der Kindertagesstätte im Portaner Ortsteil Holtrup ist gesichert. Der Jugendhilfeausschuss hat zu Beginn der Woche beschlossen, die Trägerschaft des bisherigen evangelischen Kindergartens an eine Elternselbsthilfegruppe zu übertragen. Damit ist ein wichtiger Schritt für den langfristigen Erhalt der Einrichtung gelungen.

Ausgangspunkt war die Ankündigung des Evangelischen Kirchenkreises Vlotho im November 2025, die Kita zum 31. Juli 2027 schließen zu wollen. Diese Nachricht hatte bei vielen Familien sowie den Beschäftigten große Sorgen ausgelöst.

Die SPD Porta Westfalica begrüßt die Entscheidung des Jugendhilfeausschusses ausdrücklich. Mit der Fortführung der Kindertagesstätte bleiben wohnortnahe Betreuungsangebote erhalten. Das bedeutet kurze Wege für Familien, mehr Stabilität und weniger Belastung für die Kinder. Gleichzeitig werden Arbeitsplätze für die pädagogischen Fachkräfte gesichert und ein wichtiger sozialer Treffpunkt im Ort bewahrt.

„Der Erhalt der Kita ist ein starkes Signal für Familien in Holtrup. Kindertagesstätten sind weit mehr als Betreuungseinrichtungen – sie sind Orte des Lernens, der Begegnung und des gesellschaftlichen Zusammenhalts“, betont die SPD Porta Westfalica.

Die SPD wird sich auch künftig konsequent für eine verlässliche Kinderbetreuung und die Interessen arbeitender Familien einsetzen. Der Erhalt der Kita Holtrup zeigt, dass gemeinsames Engagement und politische Verantwortung konkrete Verbesserungen für die Menschen vor Ort bewirken können.

Neuer Vorstand mit der SPD-Landtagskandidatin Anni Hain

Auf der Stadtverbandskonferenz der SPD Porta Westfalica am vergangenen Donnerstag standen die Vorstandswahlen im Mittelpunkt. Mit großer Mehrheit wurde ein neues, motiviertes Team gewählt, das den Portaner Stadtverband in die kommenden Jahre führen wird.

Neue Führung: Erfahrung und frische Impulse

Als neuer Vorsitzender des Stadtverbands wurde Jan Frohwitter gewählt. An seiner Seite stehen als stellvertretende Vorsitzende Viola von Lochow, Jörg Achilles und Patrick Vormschlag. Die Finanzverantwortung übernimmt Carsten Bulmahn als Kassierer, unterstützt von seiner Stellvertreterin Karolin Erger. Die Schriftführung liegt in den Händen von Thorsten Kuntemeier, der von Frederike Bunge vertreten wird.

Für die Öffentlichkeitsarbeit zeichnet künftig Manuel Brunner als Pressereferent verantwortlich. Die Mitgliederbetreuung übernimmt Katharina Breier.

Motivation und Zusammenhalt für die Zukunft

„Wir freuen uns auf die anstehenden Aufgaben und werden uns mit ganzer Kraft für die Belange der Bürgerinnen und Bürger in Porta Westfalica einsetzen“, so der neu gewählte Vorstand in einer ersten Stellungnahme. Besonders erfreulich war der Besuch der Landtagskandidatin Anni Hain, die gemeinsam mit dem neuen Team den Blick auf den Landtagswahlkampf 2027 richtete. „Die Zusammenarbeit mit der Basis und den Mitgliedern steht für uns an erster Stelle“, betonte Hain.

Weichenstellungen für die politische Arbeit

Im Rahmen der Konferenz wurden zudem drei Anträge zur weiteren Beratung an die Fraktion überwiesen. Diese sollen in den kommenden Wochen intensiv diskutiert und ausgearbeitet werden.

Heute hat die SPD Porta Westfalica gemeinsam mit vielen Menschen aus der Region in Barkhausen mit einer eindrucksvollen Demonstration gegen den sogenannten „Spaziergang“ einer querdenkerrechten Gruppe aus Bad Oeynhausen ein deutliches Signal gesetzt.

Zahlreiche engagierte Bürgerinnen und Bürger folgten dem Aufruf, um gemeinsam zu zeigen: Für Verschwörungsmythen, Hetze und rechte Stimmungsmache gibt es in unserer Gesellschaft keinen Platz.

In den Redebeiträgen – darunter auch vom Ortsvereinsvorsitzenden aus Lohfeld/Veltheim/Eisbergen – wurde deutlich: Solidarität, Kontinuität und Optimismus sind unsere stärksten Waffen gegen Spaltung und Populismus. Dieser Optimismus ist nicht unbegründet: Auch international zeigt sich, dass demokratischer Wandel möglich ist. Selbst in Ländern wie Ungarn wächst die Hoffnung, dass autoritäre Politik durch demokratische Prozesse überwunden werden kann.

Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit – doch sie ist stark, wenn wir sie gemeinsam leben und verteidigen. Hier vor Ort in Porta Westfalica und überall in Europa.

Ein herzlicher Dank gilt allen, die heute dabei waren und mit ihrem Engagement ein klares Zeichen für eine offene, solidarische und demokratische Gesellschaft gesetzt haben!

Sebastian Terfloth User:Sese_Ingolstadt, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Am letzten Freitag wurde offiziell, was Kenner und Kritiker des Projektes schon seit den Probebohrungen in Nammen geahnt haben: die Planer der Deutschen Bahn konzentrieren sich bei den weiteren Planungen für die teure und unnötige ICE-Neubaustrecke auf die Varianten V3 und V4, die fast den gleichen Trassenverlauf im Portaner Stadtgebiet haben und die Stadt von Holtrup im Süden bis Nammen im Nordosten mit einer über viele Jahre andauernden Großbaustelle und einer anschließenden Beton-Schneise zerschneiden würde.

„Wir haben jetzt immerhin etwas mehr Gewissheit, was dieses irrsinnig teure Projekt angeht, das für Menschen und Natur alles ist – nur nicht nachhaltig“, so Karsten Donnecker, Vorsitzender der SPD Porta Westfalica. Die Baukosten für ca. 8 km Bahntunnel (auf Portaner Stadtgebiet), mehrere Talbrücken und Schienenkilometer werden, Stand jetzt, mit ungefähr 18 Milliarden Euro angesetzt, wobei allen Beteiligten klar sein dürfte, dass bis zum möglichen Baustart in frühestens 15 Jahren die Kosten weiter deutlich nach oben steigen werden und es noch nicht klar ist, aus welchem Topf dieses Projekt überhaupt finanziert werden soll.

Dabei sind die Kosten des Projektes nicht der einzige gewichtige Kritikpunkt: „Diese Trasse wird – auch mit einem Schwankungsbereich von 1.000 Metern – zu gewaltigen Einschnitten in Natur, Erholungsgebiete, Landwirtschaft und bestehende Infrastruktur führen. Ackerflächen werden versiegelt und gerade vor dem Hintergrund des immer prägender werdenden Klimawandels enorm wichtige Wasserschutzgebiete großen Risiken ausgesetzt, relevante Straßenverbindungen müssen umgelegt werden, über viele Jahrzehnte gewachsene innerstädtische und regionale Verbindungen werden unterbrochen. Und das alles dafür, dass man an den ICE-Bahnhöfen in Bielefeld und Hannover ein paar Minuten weniger auf den nächsten Zug warten muss?!“

Dabei ist die ICE-Neubaustrecke alles andere als „alternativlos“. Seit vielen Jahren weisen Bürgerinitiativen und Bundestagsabgeordnete demokratischer Parteien aus der ganzen Region auf die kostengünstigere Alternative hin: den Ausbau der Bestandsstrecke, zuletzt untermauert durch eine erfolgreiche Petition der Bürgerinitiative Widuland, und dem Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband zusammen mit den Landfrauen in Ostwestfalen und dem BUND, die eine Neuberechnung des Deutschlandtaktes fordert, der die Grundlage für das Projekt darstellt.

Für die SPD Porta Westfalica steht ganz klar fest: „Der Kampf geht weiter – jetzt erst recht! Wir stehen hier auch an der Seite der Anwohner der im Raum stehenden Mega-Baustelle, deren Heimat durch dieses Wahnsinns-Projekt zerstört zu werden droht, die aber gleichzeitig durch die Baustelle einem Wertverlust für ihre Grundstücke befürchten müssen. Diese Neubaustrecke wird viele Verlierer haben – die Natur, Anwohnerinnen und Anwohner, die Wirtschaft und insbesondere die Landwirtschaft, die Steuerzahler … das alles kann nicht 5 Minuten Fahrzeit-Ersparnis für ICE- Reisende wert sein.“

Vor diesem Hintergrund unterstützt die SPD den Vorstoß der Bürgermeisterin Anke Grotjohann, die Planerinnen und Planer der Deutschen Bahn zu einer Sondersitzung des Rates nach Porta Westfalica einzuladen, damit sie sich dort den kritischen Fragen der betroffenen Menschen vor Ort stellen und diese auch beantworten müssen. Ein neuer Info-Markt am 20.01.2026, bei dem die DB nicht viel neues wird zeigen können, reicht hier bei weitem nicht aus. Aus den Pflichtveranstaltungen im Beteiligungsverfahren muss ein echter Dialog werden, der bei der Deutschen Bahn und dem Bundesverkehrsministerium als Auftraggeber zu einem Perspektivwechsel führt.

Die SPD Porta Westfalica trauert um Ernst-Wilhelm „Ewi“ Rahe, der am vergangenen Wochenende  im Alter von 66 Jahren verstorben ist. Mit ihm verliert unsere Region einen Menschen, der über Jahrzehnte hinweg Politik mit Haltung und Herz gestaltet hat. Ewi war nicht nur überzeugter Sozialdemokrat – er war jemand, der Gemeinschaft lebte, Verantwortung annahm und andere dazu ermutigte, sich einzubringen.

Seit seinem Eintritt in die SPD im Jahr 1976 setzte sich Ewi unermüdlich für soziale Gerechtigkeit und demokratische Teilhabe ein. In kommunalen Gremien, im Kreisverband, in Ostwestfalen-Lippe und auf Landesebene: Sein Engagement war stets geprägt vom Blick für die Menschen und ihren Alltag.

Was Ewi besonders auszeichnete, war seine menschliche Stärke. Er war ein Zuhörer, der Menschen ernst nahm. Ein Gestalter, der Hürden nicht scheute. Und ein Genosse und enger Freund, dessen Offenheit und Zugewandtheit viele – nicht nur als Leiter der MindenLübbecker SPD-Parteischule ermutigte, ihre eigene politische Stimme zu finden. Dass heute so viele engagierte Sozialdemokrat*innen auf verschiedenen Ebenen – ob in der Partei oder in politischen Gremien – Verantwortung tragen, ist auch Teil seines Vermächtnisses.

Unsere Gedanken sind in diesen Tagen bei seiner Familie und allen, die ihm nahestanden. Wir wünschen ihnen Kraft und Trost in dieser schweren Zeit.

Die SPD Porta Westfalica wird Ewi Rahe ein ehrendes Andenken bewahren.

Bei bestem Sommerwetter hat die SPD Porta Westfalica am 16. August in der Blue Bar Weser in Barkhausen ein fröhliches und geselliges Sommerfest gefeiert. Viele Mitglieder und Gäste nutzten die Gelegenheit zu guten Gesprächen in entspannter Atmosphäre.

Neben interessierten Bürgerinnen und Bürgern konnte der Vorsitzende der SPD Porta Westfalica, Karsten Donnecker, dabei u.a. Anke Grotjohann begrüßen, die erneut als Bürgermeisterkandidatin bei der Kommunalwahl antritt, sowie Vertreterinnen und Vertreter anderer Ratsfraktionen wie z. B. von CDU und FDP.

Ein besonderer Dank galt dabei dem Co-Landesvorsitzenden der NRWSPD, Achim Post, für seine wertschätzenden Worte sowie den „Blauen Jungs“, die mit ihrer Musik für ausgelassene Stimmung gesorgt haben.

Karsten Donnecker fasst gegen Ende des lauen Sommerabends die Veranstaltung wie folgt zusammen: „Wir freuen uns über die gelungene Veranstaltung und das schöne Miteinander in Porta Westfalica!“

Foto: Nizametdinova/unsplash.com

„Während sich Aktivitäten wie Sport treiben und Musizieren positiv auf die Leistungen von Schulkindern auswirken, leiden bei zu hohem Medienkonsum die sozialen Fertigkeiten und die Konzentrationsfähigkeit der Schüler.“ Zitat nicht der Lehrergewerkschaft GEW, sondern vom Institut der deutschen Wirtschaft.

Viele Berichte über zu hohen Medienkonsum sind bekannt und den Firmen im Ausbildungssektor auch die Folgen. Die Stadt Porta unterstützt richtigerweise viele Vereinsangebote u.a. für Sport mit Fußball, Handball, Schwimmen, Turnen, Schach und auch Musikschul-Angebote.

Zur Erinnerung: 2019 wurde durch einen Beschluss des Bezirksausschusses I (Hausberge / Holzhausen) der Um- und Neubau der schon über 20 Jahre alten Skate-Anlage noch unter Bürgermeister Bernd Hedtmann und der Mehrheits-Fraktion von SPD und Grünen zu einem zeitgemäßen „Skate- & Bikepark Platte Weide“ spätestens für 2022 auf den Weg gebracht.

Corona-bedingt verzögert fand dann aber erst am 4.9.2020 auf der aktuellen Anlage ein mit ca. 60 jungen TeilnehmerInnen sehr gut besuchter Entwicklungs-Workshop der Skatepark- Planungsfirma Endboss statt, bei dem der Vorschlag bestätigt wurde, genau hier eine neue Anlage zu erstellen. Die Fa. Endboss attestierte dem Standort viele Vorteile gegenüber anderen angedachten Standorten: gehört der Stadt, bereits als Skatefläche im Bebauungsplan, keine Schallproblematik, direkte Anbindung an den Bahnhof.

Dazu gehört natürlich auch die fußläufige Verbindung in den zentralen Ortsteil Hausberge und die optimale Anbindung an das zentrale Busnetz. Denn die Skateanlage stellt neben 31 Spielplätzen das einzige freie und nicht vereinsgebundene Fun- und Sport-Angebot für alle Portaner Jugendlichen dar. In einer städtischen Beratungsvorlage Vorlage vom 29.12.20 hat die Verwaltung ihre Zustimmung zu diesem Standort fachkundig begründet. Gleichzeitig hatte sie die anderen zwischenzeitlich vorgeschlagenen Standorte bewertet und als nicht geeignet kategorisiert.

Per Ratsbeschlüssen wurden nach dem positiven Jugend-Workshop zwischenzeitlich die für die Fördermittel-Antragstellung notwendigen Planungsphasen 1-3 für die städtische Sportanlage auf den Weg gebracht. Der „Skate- & Bike-Park Platte Weide“ sollte insbesondere für den Freizeit- und Breitensport als Teil der Daseinsvorsorge ein wertvoller Baustein werden für eine nachhaltige städtebauliche Struktur-Entwicklung. Leider kam die eingeplante Förderkulisse nicht wie erhofft 2022 zur Wirkung. Aber die Verwaltung hat weiterhin unermüdlich Fördertöpfe gesucht und dann ja auch gefunden.

Am 16.Oktober 2023 stand die erlösende Mitteilung im MT, dass das schwarz-grüne NRW- Ministerium 250.000€ Fördermittel bewilligt hat. Und da ja im Haushalt 2023 bereits 580.000€ vorsorglich eingestellt wurden, waren nun die finanziellen Bedingungen mit einer Förderquote von über 40% bestens erfüllt.

Doch unter der inzwischen amtierenden Bürgermeisterin Anke Grotjohann und der jetzigen Fraktionsmehrheit von CDU und Grünen fand die als Zugpferd geplante Skate- & Bike-Anlage mit ihrer Möglichkeit zum reibungslosen Durchfahren der gesamten Flowpark-Anlage keine Mehrheit mehr. Stattdessen wurde nur eine Miniversion mit 7 Einzel-Elementen beschlossen und jetzt nach 6 Jahren in 2025 endlich realisiert.

Die SPD-Fraktion bedauert, dass aber die gewünschte große Sogwirkung weg vom Smartphone hin zum Freizeitsport deutlich kleiner geworden ist. Sie freut sich aber, dass die Jugendlichen unserer Stadt immerhin sehen, dass Verlässlichkeit ein Bestandteil Portaner Politik ist.

Und wünscht den jungen Menschen allzeit gute Sprünge!

Foto: Marie Sjödin/Pixabay.com

Das Besucherbergwerk Kleinenbremen (BBMK) und der Große Weserbogen sind zwei wichtige Institutionen für Porta Westfalica. Sie prägen nicht nur unsere Freizeitlandschaft, sondern haben auch große Bedeutung für den regionalen Tourismus.

Gerade deshalb müssen wir alles daransetzen, ihre Zukunft zu sichern – finanziell tragfähig, organisatorisch verlässlich und mit einer klaren Perspektive für Weiterentwicklung.

Aktuell ist das allerdings schwierig. Die Eigentumsverhältnisse – mit Anteilen beim Kreis Minden-Lübbecke und der Stadt Porta Westfalica – erschweren verbindliche Entscheidungen und eine zügige Umsetzung notwendiger Maßnahmen. Verantwortung ist geteilt, Zuständigkeiten oft unklar, Entwicklungen dauern zu lange.
Aus unserer Sicht ist es daher höchste Zeit, die Strukturen zu vereinfachen.

Eine Konzentration der Eigentumsverhältnisse kann dazu beitragen, Entscheidungswege zu verkürzen und die Handlungsfähigkeit zu verbessern. So entsteht Verlässlichkeit – für die Menschen, die diese Orte nutzen, und für die, die sie gestalten wollen.

Wir wollen, dass BBMK und Großer Weserbogen nicht nur erhalten bleiben, sondern weiterentwickelt werden. Als Orte der Begegnung, der Bildung, der Erholung – und als identitätsstiftende Bestandteile unserer Stadt.

Porta Westfalica braucht tragfähige Strukturen – nicht irgendwann, sondern jetzt.

19 SPD-Ratskandidatinnen und -kandidaten wollen Porta gestalten

Am letzten Dienstag war ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Kommunalwahl im September: die SPD Porta Westfalica hat in Eisbergen offiziell ihre Kandidatinnen und Kandidaten für den Rat der Stadt nominiert und eine entsprechende Reserveliste aufgestellt. Daneben ging es auch um die Frage der Bürgermeisterkandidatur und den Umgang mit den aktuellen Entwicklungen auf der Bundesebene.

Zu Beginn der sogenannten Stadtwahlkreiskonferenz erläuterte der Fraktionsvorsitzende Dirk Rahnenführer in seinem Bericht das „Nein“ der SPD-Ratsfraktion zum Doppelhaushalt 2025/2026. Er sieht durch diese Vorgehensweise den neuen Rat massiv in seiner ureigensten Gestaltungsaufgabe – dem Haushaltsrecht – eingeschränkt. Außerdem fand der Vorschlag von SPD und FDP, Sparvorgaben an die Stadtverwaltung weiterzugeben, im Rat keine Mehrheit, wohingegen unrealistisch hoch angesetzte Investitionsausgaben auch eine Belastung für zukünftige Haushalte darstellen, da diese nicht in voller Höhe abfließen können und fortgeschrieben werden müssten.

Wie wichtig die Sparsamkeit ist, wird auch an einer anderen Stelle deutlich: die nach dem großen Schuldenabbau gebildete Rücklage schmilzt aktuell ab und dürfte in ein paar Jahren komplett verschwunden sein. Auf der anderen Seite sei es aber auch lobenswert, dass wichtige Baumaßnahmen im Bereich der Schulen und Sporthallen schon angestoßen und z. T. auch schon bald abgeschlossen sein werden. Dennoch gibt es Fragen, die vom Rat zu klären sind, wie z. B. die Zukunft des Großen Weserbogens und des Besucherbergwerks – falls der Kreis wirklich, wie von der Kreisverwaltung vorgeschlagen, aus den gemeinsamen Gesellschaften aussteigen will.  Zum Schluss seines Berichtes betonte Dirk Rahnenführer die gute Zusammenarbeit mit der Bürgermeisterin Anke Grotjohann.

Im Anschluss daran ging es an die eigentliche Kernaufgabe des Abends: die Aufstellung der Ratskandidaten, der Ersatzbewerber und der Reserveliste. Da hier im Vorfeld eine enge Abstimmung zwischen dem Stadtverband auf der einen und den Ortsvereinen und Ratskandidaten auf der anderen Seite gegeben war, gab es hier keine großen Überraschungen, so dass die Abstimmungen mit großen Mehrheiten bzw. bei den Ersatzbewerbern sogar einstimmig
ausgegangen sind.

Der Stadtverbandsvorsitzende Karsten Donnecker bezeichnete hinterher das von der SPD aufgestellte Kandidaten-Team als „eine gute Mischung von Jung und Alt, aus Erfahrung und neuen Ideen“, das – wenn die Kandidatinnen und Kandidaten vor Ort einen engagierten Wahlkampf machen und dafür alles geben – durchaus eine große Anzahl an Ratsmandaten für die SPD holen kann. Zu einem engagierten Wahlkampf gehört auch der Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern, um sich dort Ideen für die Gestaltung der Zukunft der Stadt Porta Westfalica zu holen. Darum wird z. B. der Ortsverein Porta Westfalica Mitte zusammen mit seinen Rats- und Kreistagskandidaten regelmäßig zum Gespräch in einer der Bäckereien in den drei Ortsteilen Barkhausen, Hausberge und Holzhausen einladen.

Zu einer Kommunalwahl gehört neben den Kandidatinnen und Kandidaten vor Ort in den Wahlbezirken natürlich auch das Thema „Bürgermeisterkandidatur“. Hier hat der SPD-Stadtverband zur Kenntnis genommen, dass die amtierende Bürgermeisterin Anke Grotjohann im Rathaus gute Arbeit leistet, auch sozialdemokratische Vorhaben unterstützt hat und bei den Bürgerinnen und Bürgern große Anerkennung genießt. Aus diesem Grund schlug Karsten Donnecker den Delegierten der Ortsvereine auf der Konferenz vor, die aus dem Amt heraus antretende Anke Grotjohann bei der anstehenden Bürgermeisterwahl zu unterstützen. Diesem Vorschlag folgten die Anwesenden mit
großer Mehrheit.

Zum Schluss der Konferenz wurde es noch einmal – neben einigen Anspielungen auf die holprige Kanzlerwahl zu Beginn der Wahlkreiskonferenz – bundespolitisch. Die SPD-Mitglieder diskutierten leidenschaftlich über die kürzlich erfolgte Einstufung der AfD als „gesichert rechtsextremistische Organisation“ durch den Verfassungsschutz und die sich daraus ergebenden Folgen für die Kommunalpolitik.

Karsten Donnecker regte hierzu an, dass man im Gespräch mit den Bürgerinnen und Bürgern natürlich schwerpunktmäßig über die eigenen Ziele und die der SPD sprechen sollte, mit denen man Porta Westfalica voranbringen möchte. Wenn man aber auf die AfD zu sprechen kommt, sollte man ruhig aufzeigen, was diese Partei wirklich will – z. B. raus aus dem Euro und raus aus der NATO. Er stellte zum Ende der Konferenz klar: „Wir wollen keine Rechtsextremisten und Faschisten in Deutschland und in Porta Westfalica haben! Wir wollen die Zukunft unserer Stadt gemeinsam gestalten.“

Liste der SPD für den Stadtrat von Porta Westfalica:

ListenplatzKandidat/inWahlbezirk
01Dirk Rahnenführer01 Barkhausen-Süd
02Karolin Erger18 Hausberge-Nord
03Karsten Donnecker11 Veltheim
04Dagmar Feldkötter19 Lohfeld/Veltheim-Nord
05Friedrich Schmeding10 Eisbergen-West
06Jörg Achilles06 Nammen
07Jörg Horstmeier02 Barkhausen-Nord
08Markus Anton14 Holzhausen-Hitzepohl
09Thomas Wehking07 Wülpke/Kleinenbremen-West
10Fritz-Günter Vogt13 Holtrup/Vennbeck/Costedt
11Jan Frohwitter17 Hausberge-Mitte
12Volker Brockmeier04 Neu-Lerbeck
13Reinhard Fromme03 Neesen
14Thomas Edler12 Möllbergen/Vennebecker Bruch
15Carsten Bulmahn05 Neesen/Lerbeck
16Rainer Besser08 Kleinenbremen
17Christian Homeier15 Holzhausen
18Manuel Brunner09 Eisbergen-Ost/Eisbergen-Fülme
19Thorsten Fischer16 Hausberge-Findel

Kurz vor Beginn der Weihnachtsfeiertage haben der SPD-Stadtverbandsvorsitzende Karsten Donnecker und der stellvertretende Bürgermeister Friedrich Schmeding die Holzhauser Alters- und Pflegeeinrichtung „Haus Anima“ besucht und kleine Weihnachts-Überraschungen an die dortigen Bewohnerinnnen und Bewohner verteilt und ihnen sowie dem Pflegepersonal frohe Festtage gewünscht. „Uns war es dabei nicht nur wichtig, an die Älteren und Pflegebedürftigen zu denken, die im Haus Anima wohnen. Wir wollten uns auch ganz ausdrücklich bei den Pflegekräften dafür bedanken, dass sie sich so gut um unsere Mitmenschen kümmern und gerade an den anstehenden Feiertagen für sie da sind“, so der Stadtverbandsvorsitzende Karsten Donnecker.