Micha Heitkamp spricht auf der Jahreshauptversammlung über Europa

Der Stadtverbandsvorsitzende Karsten Donneker begrüßt in einem kurzen Grußwort die anwesenden Gäste. Weiter berichtete der Fraktionsvorsitzende im Rat, Dirk Rahnenführer.
Er berichtete vom Bürgerentscheid über die Grundschulentwicklung, von den Erfolgen beim Schuldenabbau der Stadt Porta Westfalica sowie von verschiedenen Einzelaspekten wie der Anschaffung des Patcherfahrzeuges, den Modernisierungen der Feuerwehrgerätehäuser, dem Quartiersmanagement in Lerbeck, dem IKEK Prozess und der Umrüstung der Städtischen Beleuchtung auf LED.

Bevor Micha Heitkamp sprach, berichtete Ulli Pock, SPD-Kreisgeschäftsführer des Kreisverband Minden-Lübbecke.

Anschließend hielt Micha Heitkamp eine eindrückliche Rede über Europa und die Europawahl.

Micha Heitkamp spricht über die notwendige klare Haltung gegen die Rechten! Nationalismus führt zu Krieg und Katastrophen. Wir dürfen Europa nicht den Falschen überlassen. Die Europawahl ist dabei eine oft unterschätzte Wahl. Zum Zeitpunkt dieser Jahreshauptversammlung hält gerade die AFD in Lübbecke in der Stadthalle eine Veranstaltung ab. Wir müssen, so Micha Heitkamp, wieder verstärkt klar machen wofür wir stehen. Wir müssen in diesem Zusammenhang wieder verstärkt darüber nachdenken worüber wir diskutieren können und worüber wir diskutieren müssen. Diskussionen die Menschen herabwürdigen oder rassistische Positionen können in einer demokratischen Gesellschaft nicht zugelassen werden. Hier zeigen Sozialdemokraten Haltung.

Als SPD nehmen wir wieder klare Positionen ein. Wir haben es uns lange zu einfach gemacht und haben geglaubt das es uns doch insgesamt recht gut geht und nur noch Detailfragen zu klären seien berichtet Micha Heitkamp. Das Thema Gerechtigkeit und gerechte Lastenverteilung muss wieder verstärkt in den Fokus rücken. So braucht Europa ein entschlosseneres Vorgehen gegen Steuerflucht und Steuerraub. Aber auch die Schlupflöcher müssen geschlossen werden, die große internationale Konzerne nutzen, um sich vor ihrem Anteil am Gemeinwohl zu drücken. Ökologische Aspekte sowie verteilungspolitische Fragen, ganz grundsätzliche Gerechtigkeitsfragen, müssen wieder in den Vordergrund gestellt werden. Sozialdemokratische Wirtschaftspolitik hat auch immer bildungspolitische Fragen mit zu denken. Die Menschen brauchen wieder ein positives Zukunftsbild in denen Möglichkeiten erkennbar sind. Wir brauchen wieder gute Erwartungen in denen wir auch für unsere Kinder und Enkelkinder wieder eine positive Zukunft sehen. Deshalb steht Micha Heitkamp für gute Arbeit und gute Ausbildung in ganz Europa! Die Digitalisierung wird den Arbeitsmarkt verändern. Wenn davon nicht nur ein paar Wenige profitieren sollen, brauchen wir gemeinsame Standards für gute Mitbestimmung und faire Arbeits- und Ausbildungsbedingungen in ganz Europa.

Sozialdemokraten stehen für eine Wirtschaft die für die Menschen da ist und nicht Menschen die für die Wirtschaft da sind. Das muss bei einer globalisierten Wirtschaft in einer globalisierten Gesellschaft geschafft werden. Der Nationalstaat ist nicht in der Lage, die politischen Rahmenbedingungen für eine globalisierte Wirtschaft so zu gestalten, das die Wirtschaft für die Menschen da ist und nicht umgekehrt. Der Weg zurück zum Nationalstaat ist dabei die schlechteste Option für Europa.

Weiter führt Micha Heitkamp aus, dass Europa sich in drei wichtigen Punkten weiterentwickeln muss :

1. Sicherheit und Friedenspolitik: 
Europa muss den Menschen wieder mehr Sicherheit geben. Hier muss über den Begriff des Friedens wieder geredet werden. Russland und die USA sind aus dem Abrüstungsvertrag ausgestiegen, China drängt zunehmend auf die Weltbühne, wir erleben zur Zeit wieder eine ganz große Aufrüstungsspirale. Hier muss Europa zusammenhalten und kann dann ein Gegengewicht zu diesen Entwicklungen bilden. Aber das ist am Ende auch eine Frage von politischen Mehrheiten in Europa. So meint z.Bsp. Die CDU, wir können uns keine Grundrente leisten, aber sie will den Rüstungsetat um 28 Milliarden Euro erhöhen. Micha Heitkamps Ansicht ist: Mehr Sicherheit schaffen im Sinne von mehr Frieden schaffen durch Abrüstungsbemühungen.

2. Mehr Investitionen in die Zukunft Europas!
Die Politik von Privatisierung und Sozialabbau zur kurzfristigen Besserung von Haushaltszahlen raubt vor allem jungen Menschen die Perspektive. Wir brauchen in ganz Europa mehr Mut zu Investitionen in Bildung, Infrastruktur und Innovation. Die Frage ist, wie viel Staat will sich unsere Gesellschaft eigentlich leisten. In einer Gesellschaft in der wirtschaftliche Abläufe sich grundlegend ändern, alles den Marktkräften zu überlassen wie es z.Bsp. in Südeuropa oder auch in den USA im Rust Belt geschehen ist, erzeugt immer starke Verlierer die sich dann in der Folge von der Demokratie abwenden. Hier müssen Institutionen die Menschen auffangen, fördern und ihnen die Möglichkeit an der Gesellschaft teilzuhaben zurückgeben. Hier müssen Zukunftsperspektiven gerade auch für junge Menschen eröffnet werden. Sozialdemokratische Politik hat das verinnerlicht: Wir brauchen jetzt gute Investitionen in die Zukunft.

3. Europa muss demokratischer werden!
Föderale Strukturen müssen in einem europäischen Zusammenhang stärker an Einfluss gewinnen. Die Menschen vor Ort müssen stärker den Eindruck gewinnen, das ihre Wahlentscheidung auch zu entsprechenden Veränderungen vor Ort und ihrer Lebenssituation führen.

Micha Heitkamp: Aus OWL für Europa!

Die Rundreise der SPD-Ratsfraktion und des Stadtverbandes der SPD in Porta geht am 22.3. um 17.00 in Nammen im Schützenhaus weiter. Dort werden die aktuellen Ratsmitglieder sowie der Stadtverbandvorstand wieder den Dialog mit den Bürgern führen.

Bei der letzten Veranstaltung im Begegnungszentrum der AWO in Lerbeck waren die Vertreter der SPD im Stadtrat, Rudi Beyerlein, Reinhard Fromme, Joachim Rohn sowie das Mitglied des Kreistags, Dr. Manfred Horter, anwesend. Sie und Karsten Donnecker vom Stadtverband und Fritz-Günter Vogt vom SPD-Fraktionsvorstand tauschten sich mit engagierten Bürgerinnen und Bürger über Themen in Lerbeck und Neesen aus. In Lerbeck wünscht man sich an einigen Stellen einen sorgfältigeren Umgang mit Wohlstandsmüll. Nicht immer sei es einfach, Verantwortlichkeiten zu vermitteln und Zuständige anzusprechen, so die Klage der Bürger. In Neesen sei ohne Vorankündigung am Dorfplatz die letzte verbliebene größere Eiche gefällt worden. Hier wünscht man sich eine Ersatzpflanzung nach Beseitigung des verbliebenen Wurzelstumpfes und zukünftig durch die Verwaltung eine Vorabinformation. Man freut sich schon auf die traditionelle Veranstaltung Tanz in den Mai. Dabei sollen in diesem Jahr die Enbleme der örtlichen Vereine wieder am Maibaum gezeigt werden. In Neesen und Lerbeck stehen für Neubauten nur noch an wenigen Stellen innerörtliche Leerflächen zur Nachverdichtung zur Verfügung. Die Ausführungen von Norbert Schulte zu Bauvorhaben mit etwa 20 Wohnungen auf einer ca. 6000 m² großen Fläche im östlichen Teil von Lerbeck interessierten daher in besonderer Weise. Der informelle Rahmen des Gesprächskreises fand guten Anklang und soll, so der Wunsch einiger Anwesender, in ähnlicher Form zukünftig öfter angeboten werden

Sehr guten Zulauf hatten die Sozialdemokraten in Barkhausen beim ersten „SPD vor Ort“ Gespräch im Januar. Vertreter von Stadtverbands- und Fraktionsvorstand sowie die örtlichen Ratskandidaten stellten sich den Fragen und Anregungen der Barkhauser Bürgerinnen und Bürger.  Themen waren unter anderem die vakante Ausgabe für Gelbe Säcke in Barkhausen. Dieses Problem wurde kurzfristig gelöst. Gelbe Säcke werden nun im Tabak- und Lottoladen, Gärtner (Goethestraße/Portastraße) ausgegeben. Weitere Anregungen wurden zur besseren Routenplanung bei der Abfuhr von Rest- und Biomüll gegeben. Kritik kam von Anwohnern der Pfarrstraße bzgl. der Parksituation durch Kindergarten und Kinderärztin. Die Parksituation am Ärztezentrum wurde ebenso kritisch angemahnt wie die katastrophale Verkehrssituation am Kaiser Wilhelm Denkmal bei gutem Wetter. Die Verwaltung soll hier, durch die örtlichen Ratsmitglieder, endlich zur Lösungsfindung aufgefordert werden. Die Genossen versprachen die wichtigen Themen im Bezirksausschuss zu behandeln. Mit der Elternhaltestelle am Schulzentrum Hausberge wurden auch überörtliche Themen angesprochen. Dieses Thema soll in der Fraktion angesprochen werden.

Die Gesprächsreihe „SPD vor Ort“ wird einmal im Monat abwechselnd in allen Stadtteilen fortgesetzt. Das ist für uns aktive Bürgernähe und Bürgerbeteiligung um Probleme, Kritik, Anregungen und Verbesserungen vor Ort aufzunehmen, sagt Stadtverbandsvorsitzender Karsten Donnecker. Der nächste Termin mit Stadtverband, Fraktion und den örtlichen Ratskandidaten von Neesen/Lerbeck ist am 22.02. von 17.00 – 19.00 Uhr im Awo-Begegnungszentrum, Eibenweg 5.